Viele Weilmünsterer pendeln täglich zur Arbeit, vor allem in Region Richtung Rhein/Main.
Da stellt sich vielen die Frage: Warum ist es so schwer, die Angebote Jobticket oder Deutschlandticket zu nutzen, um etwas für die Umwelt zu tun oder auch einfach, um die Nerven zu schonen?
Die Realität sieht so aus: Von Weilmünster fährt man mit dem ÖPNV nach Frankfurt 100 Minuten, im Vergleich zu 60 Minuten mit dem Auto, nach Wiesbaden gar 140 Minuten im Vergleich zu 60 Minuten, die Aufzählung lässt sich fortführen, im Schnitt braucht man mit Bus und Bahn etwa die doppelte Zeit.
Dazu kommt noch, dass wir um wenigstens ein wenig flexibel zu sein am besten auch mit dem Auto zum nächsten Bahnhof fahren. Das sind, egal ob Grävenwiesbach oder
Weilburg, 15 Minuten Fahrtzeit.
Weilmünster muss sich im Rahmen der Überarbeitung des Nahverkehrsplans im Landkreis Limburg-Weilburg dafür stark machen, daß ein zuverlässiger, flexibler, an den Takt
der Bahn angepasster Busverkehr zu den Bahnhöfen Grävenwiesbach und Weilburg eingerichtet wird.
Der jetzige „Schnellbus X89“ leistet das nicht, weil er versucht mit großen Bussen möglichst viele Orte auf dem Weg anzufahren, Besser wären ein Schnellbus, der diesen Namen auch verdient und mit
wenigen Haltestellen, die mit P+R -Parkplätzen kombiniert sind auskommt. Die kleinen Orte könnten zusätzlich mit einem Rufbussystem angebunden werden.
Andere Gemeinden im Kreis, haben ebenfalls keinen Bahnanschluss und kämüpfen mit ähnlichen Problemen.
Wir müssen darauf dringen, dass im Landkreis eine Solidarität mit den Gemeinden an den Rändern entsteht und deren Benachteiligung im ÖPNV beendet wird.
Am Montag, den 2. März, trafen sich die Kandidatinnen und Kandidaten der Bürgerliste mit den Verantwortlichen der DLRG Ortsgruppe Wolfenhausen sowie dem Verein der Freunde und Förderer des Schwimmbades Wolfenhausen direkt vor Ort. Im Mittelpunkt des Austauschs stand der Wunsch nach dem langfristigen Erhalt des Schwimmbades.
Zunächst informierten sich die Teilnehmenden über den aktuellen Sachstand. Im Haushalt der Gemeinde sind bereits Mittel für die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie vorgesehen. Die Bürgerliste unterstrich, wie wichtig eine belastbare planerische Grundlage ist, um verantwortungsvolle und nachhaltige Entscheidungen treffen zu können. Im nächsten Schritt muss der Gemeindevorstand die Studie offiziell in Auftrag geben. Sobald deren Ergebnisse vorliegen, wird zu entscheiden sein, in welche Richtung die weitere Entwicklung gehen soll. Für eine anschließende Planungsphase wurden bereits Mittel mit Sperrvermerk eingeplant.
Im offenen Austausch wurde intensiv darüber gesprochen, welche Anforderungen ein saniertes Schwimmbad künftig erfüllen sollte. Für einen reibungslosen Trainingsbetrieb benötigt die DLRG beispielsweise einen eigenen Raum mit Abfluss, um nasse Kleidung – etwa nach dem Kleidungsschwimmen – aufhängen und trocknen zu können. Besonders hervorgehoben wurde zudem die Bedeutung des Drei-Meter-Turms: Er ist Voraussetzung für bestimmte Schwimmabzeichen, die unter anderem für die Badeaufsicht erforderlich sind. Das Schwimmbad Wolfenhausen ist daher derzeit eine wichtige Anlaufstelle für Abzeichenanwärterinnen und -anwärter aus der Umgebung.
Ein weiteres zentrales Thema war die bauliche Situation im Innenbereich – insbesondere bei Toiletten, Duschen und im gastronomischen Bereich. Die Duschanlagen sind inzwischen so veraltet, dass sie faktisch kaum noch genutzt werden. Zwar müssen für die Duschen 50 Cent eingeworfen werden, doch häufig fließt lediglich kaltes Wasser. Viele Badegäste ziehen es daher vor, ungeduscht nach Hause zu fahren.
Auch die Gastronomie wurde ausführlich besprochen. Für den Kiosk beziehungsweise den gastronomischen Bereich war zuletzt ein neuer Pächter gesucht worden. Nach Aussage der anwesenden Vereinsmitglieder ist die Gemeinde hier inzwischen erfolgreich gewesen, auch wenn zu den konkreten Rahmenbedingungen bislang noch wenig bekannt ist. Grundsätzlich wird dem gastronomischen Angebot jedoch Entwicklungspotenzial zugesprochen. Insbesondere das Schaffen einer Möglichkeit, Speisen und Getränke auch außerhalb des Schwimmbadbetriebs anzubieten, könnte die Attraktivität für potenzielle Pächter deutlich steigern. Als positives Beispiel wurde „Da Luca“ am Schwimmbad in Niederselters genannt, das zeigt, wie ein solches Konzept erfolgreich umgesetzt werden kann.
Darüber hinaus wiesen die Ehrenamtlichen darauf hin, dass bei allen Planungen der Hochwasserschutz zwingend berücksichtigt werden müsse. Die vergangenen Überschwemmungen, die zeitweise zur Einstellung des Badebetriebs führten, seien Mahnung und Auftrag zugleich. Ebenso wichtig sei es, eine ausgewogene Balance zwischen sportlichem Schwimmen und Freizeitangebot zu finden. Ohne einen attraktiven Freizeitbereich für Familien und Jugendliche würde das Schwimmbad deutlich an Anziehungskraft verlieren.
Die Bürgerliste unterstützt die Idee, eine Schwimmbadkommission einzurichten, in der auch ehrenamtlich Engagierte aus DLRG und Förderverein aktiv eingebunden werden. So kann sichergestellt werden, dass praktische Erfahrungen und fachliche Expertise von Beginn an in die Planungen einfließen – mit dem klaren Ziel, das Schwimmbad Wolfenhausen dauerhaft zu erhalten und zukunftsfähig aufzustellen.
Vereinsinformation:
Verein der Freunde und Förderer des Schwimmbades Wolfenhausen e.V.
2003 gegründet, aktueller Vorstand seit 2017 im Amt
208 Mitglieder, davon 44 Kinder
Besuch bei der Geschäftsleitung des MVZ Medicum Mittelhessen EHM GmbH
Am 26.02.2026 besuchte die Bürgerliste das MVZ Medicum Mittelhessen EHM GmbH in Weilmünster.
In einem intensiven Austausch mit dem Geschäftsführer Herrn Emmerson erhielten wir viele für uns auch neue Informationen. So war uns nicht in dieser Deutlichkeit bewusst, dass das MVZ
Medicum Mittelhessen EHM GmbH in Weilmünster mit seiner Gründung das erste dezentrale Medizinische Versorgungszentrum in Deutschland war. Inzwischen behandelt das MVZ Medicum Mittelhessen
EHM GmbH an seinen Standorten pro Quartal ca. 35.000 Patientinnen und Patienten, wobei von Erwachsenen durchschnittlich 4,5 und von Kindern 7 Termine pro Quartal wahrgenommen werden.
Das MVZ Medicum Mittelhessen EHM GmbH in Weilmünster ist auch zu einem großen Arbeitgeber in der Region geworden und beschäftigt aktuell 37 Ärztinnen und Ärzte sowie weitere 250
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Praxen, der Verwaltung sowie der hauseigenen IT-Abteilung.
Die Gewinnung von Mitarbeitenden gestaltet sich auch im medizinischen Bereich aktuell schwierig. Das MVZ Medicum Mittelhessen EHM GmbH in Weilmünster ist nach den aktuellen statistischen
Auswertungen hinsichtlich der Veränderung der Bevölkerung im Landkreis Limburg-Weilburg positiv gestimmt, dass man die von der Kassenärztlichen Vereinigung zugeteilten Arztsitze behalten
bzw. ausbauen kann. In der letzten Prognose bis zum Jahr 2040 geht man davon aus, dass der Landkreis-Limburg-Weilburg einen Bevölkerungszuwachs, gerade bei den Jüngsten, haben wird.
Herr Emmerson bot uns auch einen Blick auf die Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung im Hinblick auf die Organisation und Abrechnungssystematik.
Am Ende unseres Treffens können wir festhalten, dass das MVZ Medicum Mittelhessen EHM GmbH ein großer Gewinn für den Marktflecken Weilmünster und die Region in der ärztlichen Versorgung
ist. Wir bedanken uns bei Herrn Emmerson für das sehr ausführliche und informative Gespräch.